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Via Dolorosa in Jerusalem

Als Via Dolorosa wird der Weg von Jesu bezeichnet, den er am Tage seiner Kreuzigung durch Jerusalem zurückgelegt hat. Via Dolorosa bedeutet in der Übersetzung „Straße des Schmerzes“. Häufig wird die als Prozessionsweg genutzte Strecke auch Kreuzweg genannt, weil Jesus sein Kreuz auf dem Weg selbst tragen musste. Die Straße ist ein beliebtes Ziel auf christlichen Reisen und Studienreisen nach Israel.

Via Dolorosa in Jerusalem – Auf den Spuren von Jesus

Die heutige Via Dolorosa ist sicherlich nicht mehr der ursprüngliche Weg, den Jesus einst zurücklegen musste. So müssen Sie bedenken, dass die Straßen seinerzeit viel tiefer lagen. Der heutige Weg verläuft vermutlich 14 Meter über dem historischen Weg. Er ist 700 Meter lang und besteht aus 14 beziehungsweise 15 Stationen, von denen neun auf dem Weg liegen und die restlichen Stationen sich in der Grabeskirche befinden. Häufig handelt es sich bei den Stationen um Legenden, wie beispielsweise bei der 6. Station, an der der Begegnung mit Veronika gedacht wird. Der Weg beginnt im muslimischen Teil am Löwentor, das auch Stephanstor genannt wird, und endet an der Grabeskirche. Die Strecke führt Sie durch Teile der Altstadt, zur Klagemauer und durch viele verwinkelte Gassen im westlichen Teil der Stadt.

Die Stationen der Via Dolorosa

Zu den wichtigsten Stationen der Via Dolorosa in Jerusalem gehört die Antoniafestung, die vermutlich einer der Amtssitze des Pontius Pilatus gewesen ist. Hier fanden Verhör und Verurteilung statt. In der Höhe des Franziskanerklosters liegt die Station, an der Jesus das Kreuz auferlegt wurde. Das Kloster ist wegen der Geißelungskapelle und der Verurteilungskapelle sehenswert. Im Kloster der Schwestern Zions können Sie interessante archäologische Fundstücke und vor allem den gewaltigen Lithostrotos-Steinpflasterboden bewundern. Außerdem passieren Sie mehrere Tore wie das Damaskustor und das Dungtor sowie die berühmte Klagemauer, die eigentlich eine Betmauer ist. Den Abschluss der Via Dolorosa bildet die Grabeskirche, in der Jesus einst zu Grabe gelegt worden sein soll.

Tipps für Besucher

Auch wenn die Via Dolorosa nicht mehr tatsächlich auf historischem Grund verläuft, ist ein Gang entlang des Leidensweges nicht nur für katholische Christen ein Muss. Auch für protestantische und orthodoxe Christen und selbstverständlich auch andersgläubige Israel-Reisende bietet dieser Weg einen interessanten Rundgang durch das alte Jerusalem. Hier präsentiert sich Ihnen die israelische Stadt in ganz unterschiedlichen Gesichtern. Erleben Sie die historische Altstadt entlang der Löwenstraße und lassen Sie sich verzaubern durch die kleinen Gassen mit ihren Bogengängen und Treppen im westlichen Teil der Stadt. Wenn Sie an einer Prozession teilnehmen möchten, schließen Sie sich den Franziskanerpatres an, die jeden Freitag um 14.30 Uhr den Weg der Via Dolorosa zurücklegen.

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